Der große Reis Ratgeber

Das Wort „Reis“ kommt von einem Wanderwort. Das lateinische „Oriza“ entstammt dem altgriechischem „Oryza“. Aus „Oriza“ entwickelte sich dann das mittellateinische Wort „Risum“. Daher kommt der heutige Name des Reises. Die Spur lässt sich noch weiter zurück verfolgen und endet im Altindischen mit dem Begriff „Vrihi“.

Wildformen des Reis

Es gibt zwei Wildformen:

  1. Oryza Rufipogon: Einjähriger, klassischer Wildreis
  2. Oryza Nivara: Mehrjähriger, nicht wilder Reis

Da sie sich untereinander kreuzen lassen, könnten sie auch zu einer Art zusammen gefasst werden. Wilder Reis wächst natürlicherweise in subtropischen und tropischen Klimazonen in Asien, beispielsweise in Thailand, Laos, Birma und Südchina. Die Feuchtgebiete, in denen Reis in der Natur wächst, finden sich auch im südlichen Korea. Dort kann der einjährige, klassische Wildreis gefunden werden, aber auch verwilderter Kurzkornreis sowie Kreuzungen vom wilden Reis mit Kurzkorn- und Langkornreis. Wegen der einfachen sowie häufigen Hybridisierung ist es schwierig, die Ursprungsgebiete zu identifizieren.

Die wichtigsten Unterarten

Betrachtet man die wichtigsten Unterarten von Oryza Sativa gemäß ihrer wirtschaftlichen Bedeutung, sind folgende zu nennen:

  • Der Langkornreis Oryza Sativa ssp. Indica
  • Der Rundkornreis Oryza Sativa ssp. Japonica
  • Der Mittelkornreis Oryza Sativa ssp. Javanica

Nassreisanbau

Der größte Teil der weltweiten Reisernte werden im Rahmen von Nassreisanbau erzeugt. Dabei wird für jedes Kilo Reis eine Wassermenge von 3.000 bis 5.000 Liter benötigt. Das Wasser darf dabei nicht zu schnell und nicht zu langsam fließen. Ist es zu schnell, würden Nährstoffe und Bodenbestandteile abgeschwemmt werden. Bei einem zu langsamen Wasserfluss können Algen entstehen.
Weil Nassreisanbau im Tiefland mit der Bewässerung durch Brunnen zu einem sinkenden Grundwasserspiegel führen kann, ist es rund um Peking nicht mehr gestattet, Reis anzubauen. Die Erträge beim Nassreisanbau sind deutlich höher als beim Streusaatverfahren, es ist aber auch arbeitsintensiver, was beim Anblick der Arbeitsgänge deutlich wird:

  • Die Aussaat erfolgt auf relativ trockenem Pflanzfeld
  • Der Boden wird mit Wasser durchmischt, was meisten mit Pflügen hinter Wasserbüffeln erfolgt
  • Per Hand oder mit der Hilfe von Setzmaschinen werden die Setzlinge vom Pflanzfeld ins Reisfeld umgesetzt
  • Regelmäßige Bewässerung des Feldes
  • Nach circa 4 bis 6 Monaten kann geerntet werden

Fazit

Der Arbeitsaufwand im Nassreisanbau ist enorm und die Mengen an Wasser, die dabei gebraucht werden, sind fast unvorstellbar. Dennoch wird fast der gesamte Reis auf diese Weise erzeugt. Dass es dadurch zu einer Absenkung des Grundwasserspiegels kommen kann, ist nicht überall gern gesehen und so ist der Nassreisanbau rund um Peking verboten.