Mehr als 3.000 Besucherinnen und Besucher besichtigten am 22. und 23. Februar den „Zug der Erinnerung" in Essen und nahmen am Rahmenprogramm teil.
Sie reagierten bestürzt auf die Schicksale der Tausenden deportierten Kinder im zweiten Weltkrieg. Als „traurig", „geschockt" und „tief erschüttert" bezeichneten viele der Besucher anschließend ihre Gefühle im Gästebuch.
Einige der zahlreichen jugendlichen Besucher gehen in den kommenden Wochen auf Spurensuche, um zumindest einem Teil der 135 deportierten Kinder und Jugendlichen aus Essen wieder ein Gesicht und ihre Geschichte zurückzugeben. Die Ergebnisse sollen am 1. Mai von der DGB Jugend Mülheim-Essen-Oberhausen auf dem Kennedyplatz präsentiert und anschließend dem Zug übergeben, der am 8. Mai in Auschwitz seine Endstation erreicht.
Neben der Erinnerung an die Kinder erklärt DGB Jugendbildungsreferentin Vera Visser vor allem ein wesentliches Ziel des Projekts: „So etwas darf nie wieder vorkommen! Im Gedenken an die Opfer des Nazi-Regimes aber auch für die jetzige und alle folgenden Generationen steht der große Besucherandrang in diesen Tagen für den Wunsch nach einem friedlichen Zusammenleben in einer bunten Gesellschaft!"
Die im Rahmenprogramm geschilderten Erlebnisse der Zeitzeugen Dr. Ernst Schmidt, Karl-Heinz Völker und Manfred Hoese informierten die Gäste eindrucksvoll über die Lebensbedingungen der Bevölkerung in dieser Zeit. Den Abschluss bildete ein gut besuchtes Konzert im Falkenheim Essen-Süd mit den Bands „HSE-Hubschraubereinsatz" und „Alex im Hosenland".
Der DGB-Regionsvorsitzende Dieter Hillebrand resümiert: „Wir sind begeistert und stolz, dass wir gemeinsam mit den Essener Falken mit dieser Ausstellung und unserem Rahmenprogramm so viele Menschen bewegen konnten!".